Die Calla im Blumenstrauß oder Topf

Sie ist edel und anmutig wie keine andere Blume: Die Calla. Sie wurde wegen ihrer kelchartigen Hochblätter schon von den Griechen und Römern zur Dekoration bei Feierlichkeiten verwendet. Ihr Erscheinungsbild besticht durch Schlichtheit und Eleganz und macht sie unverwechselbar. Als Teil unserer Blumensträuße verleiht die Calla jedem Arrangement eine besonders elegante Note. So besonders ihr Aussehen, so eigen ist auch ihre Pflege. Wir haben Ihnen die wichtigsten Tipps um diese besondere "Blüte" zusammengestellt.

Steckbrief Calla

Botanischer NameZantedeschia
Herkunft Afrika
FamilieNelkengewächse
Farbe Weiß, Rot, Gelb, Rosa, Violett, Orange, Grün, Schwarz und zweifarbig.
Blütezeit Je nach Sorte Januar - Oktober
Verbreitung Afrika
Symbolik Faszination und Anerkennung
Besonderheit Hochblätter werden für Blüte gehalten


Die Calla

Wissenswertes über die Calla

Das Hochblatt einer klassischen Calla ist weiß, gelb oder selten rot. Durch zahlreiche gezüchtete Sorten ist das Farbspektrum stark erweitert worden. Callas gibt es daher mittlerweile in Weiß, Rosa, Gelb, Rot, Violett, Orange oder nahezu Schwarz. Bei den farbigen Kelchen handelt es sich nicht um Blüten: Diese sind sehr klein und befinden sich auf der Ähre im Inneren des kelchförmigen, bunten Teils. Das, was bei der Calla wie eine Blüte aussieht, sind tatsächlich die so genannten Hochblätter.

Die Calla wird auch als Kelchpflanze bezeichnet, da die griechische Götter in der Mythologie aus ihren Kelchen getrunken haben sollen. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so wirkt: Die Calla ist eine Pflanze, die sich in sumpfigen Gebieten besonders wohl fühlt. Ihre schlichte Eleganz darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich eigentlich um eine Sumpfpflanze handelt. Dies zeigt sich auch bei der Herkunft. Die Callas gelten als Blumen aus Afrika und wachsen dort ausschließlich an Plätzen mit sumpfigem Boden, die in der Sommerzeit deutlich austrocknen.

Calla in der Vase - Pflegetipps

So wunderschön die Blüte, so behutsam möchte sie auch behandelt werden: Im Gegensatz zu vielen anderen Schnittblumen sollte die Calla nicht schräg, sondern gerade angeschnitten werden, da sich der Stiel dann nicht ganz so schnell aufrollt. Um dies zusätzlich zu verhindern, können Sie am Ende des Stiels einfach einen Tesafilm anbringen. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Vase gut gereinigt ist, um den Einfluss von Keimen auf Ihren Strauß zu verhindern. Eine Calla benötigt sehr viel Wasser, was idealerweise alle 2 Tage gewechselt wird. Da die afrikanische Schönheit etwas empfindlich ist, sollte sie so wenig wie möglich und nur sehr vorsichtig berührt werden, sonst können sich unschöne Druckstellen bilden. Besonders gut kommt sie übrigens in einer hohen Vase zur Geltung. Teilt sie sich die Vase mit mehreren Blumen, achten Sie bitte darauf, dass eine Calla viel Platz braucht. Wie sonst könnte ihre Schönheit auch den ganzen Raum erstrahlen lassen?

Calla im Topf pflegen

Stellen Sie Ihre Calla an einen hellen Platz mit direkter Sonneneinstrahlung, aber ohne Mittagssonne. Gießen Sie sie während der Austriebs- und Blütephase häufig und großzügig. Da die Pflanze ursprünglich aus Sumpfgebieten stammt, braucht sie jetzt viel Wasser und darf sogar gelegentlich im Wasser stehen. In der Wachstumsphase freut sich Ihre Calla alle 14 Tage, in der Blütephase einmal wöchentlich über etwas Flüssigdünger. Nach ihrer Blütephase, die meist zwischen drei und acht Wochen andauert, benötigt die Pflanze vor allem etwas Ruhe. Stellen Sie das Düngen ein und gießen Sie nur noch sehr reduziert. Am wohlsten fühlt sich die Calla nun bei einer Temperatur von etwa 10 - 16 °C. Auch in dieser Phase mag sie jedoch viel Licht - wählen Sie also einen hellen Standort. Vor allem im Herbst können Sie Ihre Pflanze auch nach draußen stellen. Es gibt jedoch nur sehr wenige winterharte Sorten. Am besten holen Sie die Kübel über den Winter also ins Haus.

Unser Tipp: regelmäßig umtopfen

Während andere Pflanzen nur umgetopft werden sollten, wenn es ihnen im Topf zu eng wird, freut sich die Calla jedes Jahr über frische Erde. Durch die regelmäßige Düngung während der Blütephase können sich Nährstoffe in schädlich hoher Konzentration in der Erde absetzen – deswegen sollte die Erde regelmäßig ausgetauscht werden. Im Idealfall sollten Sie die Calla im September, nachdem die Pflanze Ihre Blätter verloren hat, oder im Februar umtopfen, kurz bevor die Wachstumsperiode wieder beginnt. Tragen Sie bei der Arbeit Handschuhe, da die Calla dazu neigt, Schleimhäute leicht zu reizen. Legen Sie zudem eine Unterlage auf Ihren Arbeitsplatz, da der Saft der Calla ansonsten unschöne und schwer zu entfernende Flecken auf Holz und anderen Oberflächen hinterlassen kann.

Als Substrat bietet sich ganz normale Garten- oder Blumenerde an. Wichtig ist nur, dass diese verhältnismäßig frisch ist und nicht schon vor mehreren Monaten geöffnet wurde. Der Topf sollte sauber und so groß sein, dass die Knolle zu jeder Seite noch ca. 2 - 3 Zentimeter Platz hat.

Da die Calla in der Ruhephase nur wenig Wasser verträgt, sollten Sie eine Möglichkeit schaffen, damit überschüssiges Wasser gut abfließen kann. Geben Sie auf den Boden Ihres Topfes oder Kübels einfach ein paar Tonscherben oder etwas Bimsstein, bevor Sie ihn mit der Erde auffüllen. Außerdem können Sie der Erde etwas Sand beimischen. Spülen Sie die Wurzeln Ihrer Pflanze behutsam unter lauwarmem Wasser ab und kürzen Sie überlange Wurzeln. Setzen Sie Ihre Pflanze 5 - 7 Zentimeter tief in die Erde und drücken Sie sie etwas an. Danach freut sie sich über ein kurzes Tauchbad.

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